Historischer Kraftverkehr 2013 – 1

Neues Jahr – Neuer HiK! Wir geben Gas mit tollen Themen, auch bei Eis und Schnee!

Ein neues Jahr hat begonnen – und natürlich auch eine neue Staffel von Ausgaben der Zeitschrift „Historischer Kraftverkehr“. Wir haben wieder eine Vielzahl interessanter Themen in der ersten Ausgabe des Jahres für Sie zusammen gestellt – vom Speditionsporträt über die Vorstellung eines städtischen Busbetriebs und eines seltenen Löschfahrzeugs bis hin zu massenhaft auftretendem „Schwedenstahl“ bei einem Lkw-Treffen am Öresund ist für jeden Oldtimer-Fan etwas dabei. Deshalb unbedingt vormerken: Der neue HiK ist am 1. Februar 2013 erschienen!

Eschwege hatte nie eine Tram. Dafür aber Feuerwehr der hessischen Stadt an der Werra. Die dortigen Floriansjünger nannten ihr in den 1950er Jahren neu erstandenes Löschfahrzeug LF 8 „Tram“, denn bei Einsätzen wurden damit bestimmte „Haltestellen“ abgefahren, wo die Feuerwehrmänner dann zusteigen konnten. Auch sonst hat der Mercedes-Benz L 3500 an Ungewöhnlichem einiges zu bieten: Erst sollte es ein Ford werden, aber dann konnten die Kölner das Chassis nicht mehr liefern, so dass schließlich Mercedes den Zuschlag erhielt. Und beim Aufbau entschied man sich für Bachert und damit für einen seinerzeit ultramodernen Ganzstahl-Aufbau. Heute gehört das Löschgruppenfahrzeug dem Eschweger Fahrzeugliebhaber Ernst Martin, der es seit vielen Jahren hegt und pflegt. Im neuen HiK finden Sie alles Wissenswerte zu diesem Unikat. Deshalb gilt für alle Blaulicht-Fans: unbedingt den neuen HiK kaufen!

Aus dem wahren Fernfahrerleben erzählt im neuen HiK Günther Willinger. Der Saarländer war jahrelang auf dem Bock unterwegs und kann ein Lied von den Tücken der Lkw-Modelle singen. Und besonders „angetan“ haben es ihm die Frontlenker LP 334 von Mercedes-Benz. Klar, das waren moderne Fahrzeuge, aber der Teufel saß oft im Detail: Schwache Bremsen, nicht hitzebeständige Motoren, defekte Felgen – Eigenschaften wie diese erleichtern den Arbeitsalltag kaum. Deshalb fühlte sich Willinger durch einen Bericht in einer der letzten HiK-Ausgaben beflügelt, den Blick auf die schweren „Pullmänner“ von Benz etwas gerade zu rücken. Herausgekommen ist ein historischer Rückblick, der all das aufzeigt, was der „Mantel der Geschichte“ inzwischen gnädig zugedeckt hat und deshalb in Vergessenheit zu geraten scheint. Nicht verpassen – den neuen HiK besorgen!

Am Anfang stand die Straßenbahn. Sie beförderte in Pforzheim zuverlässig tausende von Fahrgästen – Tag für Tag. Ein fürchterlicher Bombenangriff auf die Stadt am nördlichen Rand des Schwarzwalds zerstörte nicht nur das Zentrum, sondern auch die Gleis- und Oberleitungsanlage der Tram. Die Lösung für die entstandenen Nahverkehrsprobleme waren Liniennetze für Dieselbusse und für O-Busse, neben einem Restbetrieb an Straßenbahnlinien. Aber auch der endete schließlich, als schwere-Gelenk-Oberleitungsbusse die Kapazitäten der alten Straßenbahn ersetzen konnten. So entstand ein buntes betriebliches Nebeneinander aus dieselbetriebenen Omnibussen und aus Solowagen und Gelenkzügen für die Oberleitungsstrecken, die nach und nach entstanden waren. Gerald Sandrieser lässt die betriebliche Gemengelage in der Schmuckstadt anhand zahlreicher historischer Aufnahmen wieder wach werden und zeigt die schönsten Betriebssituationen in einem umfangreichen und überaus reich bebilderten Bericht. Omnibus-Freunde und vor allem auch O-Bus-Freunde haben auf diese Abhandlung lange gewartet. Jetzt ist sie da – im neuen HiK!

Einen sehr erfolgreichen Ausflug nach Schweden hat unser Mitarbeiter Ralf Weinreich im Sommer 2012 unternommen: Er hat die traditionelle „Pärlrallyt“ in Helsingborg besucht, wo sich alljährlich historische skandinavische Lastwagen aller Schattierungen zu einem Oldiefest der Sonderklasse treffen. Zwar überwiegen die Marken Scania und Volvo naturgemäß dort bei weitem, aber vereinzelt sieht man auch andere Marken am Öresund. Aus den rund 230 zum Teil auch aus anderen europäischen Ländern angereisten Lastern haben wir einen bunten Bilderbogen für die HiK-Leser zusammengestellt – voll mit Haubern und Frontlenkern, großen und kleinen Hütten, aber immer aus Schwedenstahl – alles vom Feinsten. Natürlich im neuen HiK – wo sonst…?

Es ist fast wie im Märchen: Da beschafft eine Ziegelei 1965 einen MAN 635 HK, um für den Betrieb den notwendigen Brennstofftransport zu bewerkstelligen. Jahrzehntelang transportiert der rote Kipper Kohle, wird dabei aber so behutsam eingesetzt und so liebevoll gepflegt, dass er auch 24 Dienstjahre und nur 140000 Kilometer später noch aussieht wie ladenneu. Ein weiteres Jahrzehnt verbringt er im Dornröschenschlaf, trocken und gut geschützt abgestellt. Dann verschlägt es ihn zu seinem Sammler nach Österreich, von wo er allerdings 2011 in sein Heimatland zurückkehrt: in Bestzustand, nur leicht von den Spuren des Alltags patiniert und bestens geeignet, um im neuen HiK zu demonstrieren: So muss ein alter Laster aussehen. Eine Augenweide für unsere Leser!

Last not least haben wir im neuen HiK auch wieder ein interessantes Speditions-Porträt – und was für eins! Die Rede ist von Willy Knöfler, der als Kraftfahrzeugschlosser und „Mann für alle Fälle“ bei den Fahrzeugwerken Schumann in Werdau ab 1932 zum Belegschafts-Urgestein zählte. Mit allen Wassern gewaschen und unerschrocken vor Problemen jedweder Art, konnten Willy auch Krieg und Nachkriegszeit in der DDR nichts anhaben. Organisationstalent war seine spezielle Gabe, ein Instrument gewissermaßen, das er virtuos beherrschte. Zwar war es auch als selbstständiger Fuhrunternehmer unter russischer Besatzung alles andere als leicht – aber es ging, jedenfalls so lange, bis Willy eben durch sein Organisationstalent der Justiz auffiel und für Jahre nicht mehr auf dem Bock sitzen konnte, sondern einfahren musste. Nach der Haftentlassung gab es nur eins: ab in den Westen, nach Schleswig-Holstein. Auch hier schaffte er zunächst wieder als Fahrer, machte sich aber alsbald mit einem gebrauchten 7000er Büssing selbstständig. Willy Knöflers Unternehmen gab es bis in die 1990er Jahre. Als besonders dauerhaft erwies sich die Zusammenarbeit mit dem Fertighaushersteller Okal, die über viele Jahre Bestand hatte. Steigen Sie ein in den (Last-)Zug der Zeitgeschichte und genießen Sie die rund 60 Jahre, in denen Willy Knöfler, der Spediteur aus Leidenschaft war, die unterschiedlichsten Lastwagen über Straßen in Ost und West steuerte – genau die richtige Lektüre für kalte Winterabende. Im neuen HiK natürlich.

Selbstverständlich kommen auch Kurzmeldungen, Terminvorschau, Bilder aus dem Schuhkarton und jede Menge große und kleine Anzeigen rund um die große weite Welt der historischen Nutzfahrzeuge nicht zu kurz.

Also, schnell den Schneepflug anbauen, Ketten aufziehen und ab zum nächsten Zeitschriftenhändler,

der neue HiK ist am 1. Februar 2013 erschienen.