Historischer Kraftverkehr 2012 – 6

Die Abende werden länger – in der düsteren Jahreszeit braucht auch der Lkw-Oldtimer-Fan interessante Lektüre für den Feierabend. Da kommt die neue Ausgabe unserer Zeitschrift „Historischer Kraftverkehr“ gerade recht, denn HiK 6/2012 wartet mit einer ganzen Reihe spannender Themen auf.

Lassen Sie sich das Heft also nicht entgehen. Wie immer: Es lohnt sich! Erscheinungstag ist der 30. November 2012!

Ganze 36 Exemplare hat Büssing gebaut, einer davon ist jetzt zu neuem Leben erweckt worden: Im MAN-Werk in Salzgitter wurde ein dreiachsiger Büssing Typ 12000 restauriert. Genau, es handelt sich um den ersten Serien-Lkw mit Unterflur-Diesel, den das Braunschweiger Unternehmen ab 1952 anbot. Technisch durchaus ausgereift, wurden dennoch nur so wenige Exemplare an den Kunden gebracht, weil der Frontlenker für die damalige Zeit zu unhandlich und zu teuer war. Obwohl in der MAN-Chefetage schon 1980 der historische Wert des Sechsradwagens erkannt und ein entsprechendes Chassis erworben und „beiseite“ gestellt wurde, hatte der Zahn der Zeit bereits so deutlich Spuren hinterlassen, dass das originale Büssing & Sohn-Fahrerhaus nur noch Blumenerde und bestenfalls als Vorlage für einen kompletten Neubau dienen konnte. Nach 8 Jahren intensiver Arbeit durch ein ehrenamtliches Werks-Team erstrahlt der Dreiachser nun wieder in Bestzustand, und zwar in den Hausfarben der Deutschen Bundesbahn. Lesen Sie die spannende Geschichte dieses überaus interessanten Pritschenwagens in der neuen Ausgabe des HiK – wo sonst werden derartige Oldtimer-Delikatessen serviert…?

Werfen wir einen Blick über den Tellerrand der bundesdeutschen Lkw-Oldtimerszene, genauer gesagt über die Alpen. In der Nähe von Meran fand im zurückliegenden Sommer ein sehr interessantes Oldtimertreffen statt, auf dem man die vergangene Pracht vor allem italienischer Altlaster bestens studieren konnte. Vor allem die markanten Frontlenker mit dem Baffo-Kühlergrill waren in unterschiedlichsten Varianten vertrete: als leichtgewichtige Zweiachser ebenso wie als Dreiachs-Sattelzugmaschinen mit zwei gelenkten Vorderachsen oder als Vierachser. Unser Mitarbeiter Udo Bauschke kann für die HiK-Leser die schönsten Exponate fotografiert – ein Blick in die neue Ausgabe lohnt sich also mal wieder allemal.

Vorkriegs-MAN sind sehr selten. Das gilt nicht nur für die zivile Nutzfahrzeug-Oldtimerszene, sondern auch hinsichtlich der Feuerwehrfahrzeuge. Da kann man schon von einem kleinen Wunder sprechen, dass die Männer der Freiwilligen Feuerwehr aus Verl bei Gütersloh still und beinahe heimlich eine Kraftfahrdrehleiter auf einem MAN-Chassis vom Typ D1 an Land gezogen und innerhalb von fast 10 Jahren restauriert haben. Insgesamt gab es wohl nur fünf dieser Fahrzeuge, und davon hat nur dieses eine Exemplar überlebt. Unser Blaulicht-Spezialist Axel Johanßen hat die Verler Feuerwehr besucht und sich die Drehleiter ins rechte Fotolicht setzen lassen. Die Ergebnisse, verpackt in die spannende Geschichte der Drehleiter, zeigen wir im neuen HiK – das sollten sich Blaulicht-Freunde auf keinen Fall entgehen lassen.

Bereits in der HiK-Ausgabe 5/2012 hatten wir die berühmte Berliner Kran- und Schwertransport-Firma Zitko unter die Lupe genommen In der aktuellen Ausgabe (6/2012) folgt nur die Fortsetzung der Zitko-Story, die den Werdegang des Unternehmens von 1960 an bis Anfang der 1980er Jahre betrachtet. Zitko wuchs in dieser Zeit zum Groß-Unternehmen mit bis zu 60 Kranfahrzeugen aller Größenordnungen, darunter Legenden wir die Gottwald-Modelle AK 70 und AK 150. Auch im zweiten und letzten Teil unseres Unternehmensportraits zeigen wir eine Vielzahl noch nie vorgestellter Abbildungen, die das Herz der Schwertransport- und Kranwagen-Fans höher schlagen lassen werden. Verpassen Sie deshalb auf keinen Fall den neuen HiK!

Kennen Sie die Heimat der Stöffel-Maus? Die possierlichen Tierchen, von denen es nur noch Abdrücke in Stein gibt, lebten vor Jahrmillionen im Westerwald bei Enspel, genau dort, wo sich heute im zweijährigen Rhythmus die Alt-Lkw-Freunde zum gemütlichen Wochenende treffen. In diesem Jahr gab es, wie immer, nicht nur patinierte Kipper und Bagger, sondern auch jede Mange Oldtimer aus dem bau-fernen Bereich zu sehen. Holger Gräf hat das Treffen im Sommer besucht und viele schöne Bilder mitgebracht, die wir in der jüngsten HiK-Ausgabe gerne zeigen!

Der „ELLO“, wie der Leichtlastwagen Robur LO 2500 gerne gerufen wird, war in der DDR Massenware – wie der Hanomag kurier in der Bundesrepublik, dem er ein wenig ähnlich sieht. Denkt man genauer darüber nach, kommt man schnell zu der Frage: Wo sind sie geblieben, die einstigen Arbeitstiere auf ostdeutschen Straßen? „Längst in der Seife“, lautet die Antwort. Aber: Marek Kleemann aus Trebus bei Fürstenwalde hat ein frühes Exemplar mit Haifischmaul bei eBay „geschossen“ und sehr schön restauriert. Ralf Weinreich, „unser Mann aus dem Osten“, hat sich das Prachtstück genauer angeschaut. Das Ergebnis präsentieren wir Ihnen im neuen HiK!

Schwere Vorkriegs-Dreiachser haben bei Büssing nicht nur eine lange Motorhaube, sondern auch eine lange Tradition. Sie als „Könige der Landstraße“ zu titulieren, ist keinesfalls übertrieben. Bereits 1923 erschien Heinrich Büssings erster „Sechsradwagen“ und sorgte für mächtig viel Aufsehen in der Fachwelt. Beinahe zwei Jahrzehnte später, bereits im Zweiten Weltkrieg, verließen die letzten der gewaltigen Fahrzeuge die Braunschweiger Fertigungshallen und leisteten den durchweg nur kurzen Dienst in der Wehrmacht ab, bevor sie zerschossen und demoliert auf den Schlachtfeldern in Ost und West endeten. Zwischen diesen geschichtlichen Eckpunkten liegen Jahre permanenter Fortentwicklung und Perfektionierung. Dass man in Braunschweig von Anfang an auf den richtungsweisenden Doppelachsantrieb mit vollständig getrennter Kraftübertragung gesetzt hatte, erwies sich als goldrichtig, so dass die Probleme durch ungleiche Abnutzung der hinteren Zwillingsreifen, wie sie beim Zweiachser zwangsläufig auftraten, mit den hintereinander liegenden Single-Pneus des Dreiachsers als gelöst galten. HiK-Autor und Büssing-Experte Jürgen Böder vollzieht die Geschichte der Braunschweiger Vorkriegs-Dreiachser detail- und kenntnisreich nach. Dazu gibt es jede Mange interessanter Abbildungen der Großfahrzeuge zu sehen, die man als Büssing-Fan einfach nicht versäumen darf. Verpassen Sie deshalb auf keinen Fall die neue HiK-Ausgabe.

Jetzt aber schnell: Der neue HiK wartet darauf, gelesen zu werden!

Selbstverständlich fehlen auch die weiteren regelmäßigen „Zutaten“ in der jüngsten HiK-Ausgabe nicht, auf die sich unsere Leser Ausgabe für Ausgabe freuen: Wir berichten in Kurzbeiträgen über die Alt-Nutzfahrzeug-Treffen in Kirchhellen und Worms, spiegeln die Meinung unserer Leser in Form von Zuschriften wider und präsentieren dies und das aus der Szene in Form von Kurzmeldungen. Und wie immer finden Sie eine Vielzahl von kleinen und großen, gewerblichen und privaten Annoncen in unserem Anzeigenmarkt. Deshalb: Merken Sie sich schon jetzt den Erscheinungstermin für die letzte HiK-Ausgabe in 2012 vor: 30. November 2012.