Traktor Spezial 1 (2012 – 4)

DIE YOUNGTIMER KOMMEN: TRAKTOR Spezial

 

Dreißig Jahr jung wird der Verlag Klaus Rabe in diesen Tagen. Da wird es Zeit, verstärkt an die jüngere Generation der Schlepper- und Landmaschinenfreunde zu denken, denn Traktoren und Co. sind nicht nur was für Leute im „gesetzten Alter“, sondern haben gerade auch in jüngeren Jahrgängen zahlreiche Fans. Und die sind bekanntermaßen ja nicht so versessen auf Vorkriegs-Glühköpfe und Verdampfer aus der Schlepper-Steinzeit, sondern finden schwere Intracs oder dicke Schlüter besonders geil

Ab sofort gibt es das Prädikat „Zu neu“ bei uns jedenfalls nicht mehr, denn die Firmen- und Typengeschichten, Treffen oder Portraits, die diesen gefühlten Grenzwert „reißen“, haben eine neue publizistische Heimat gefunden: TRAKTOR Spezial!

Traktoren ab 1980 sind ja inzwischen längst salonfähig geworden, und kein Veranstalter weist einem heute mehr einen Standplatz auf dem Besucherparkplatz zu, nur weil man mit einem Deutz Intrac, einem CASE oder John Deere daher kommt. An diese Entwicklung passt sich auch das Team der Schlepper Post im Verlag Klaus Rabe an, das zukünftig die Themen im neuen Magazin TRAKTOR Spezial betreut. Kontinuität und ein hohes fachliches Niveau sind damit garantiert. Und damit es übers Jahr nie langweilig wird, erscheint TRAKTOR Spezial alle drei Monate neu – mit vielen interessanten Stories, jede Menge Informationen aus der Szene, Berichten über interessante Modelle und einem üppigen Angebot an Kleinanzeigen.

Den Anfang machen wir mit Heft 4/2012, das ab 21. September 2012 im gut sortierten Zeitschriftenhandel zum Preis von nur 4,60 EUR erhältlich sein wird – und das bei einem bemerkenswerten Umfang von 64 Seiten im Format A4! Natürlich können Sie das Heft auch direkt im Verlag (02154/48280) oder im Internet bestellen und im Jahres-Abonnement (18,- EUR) beziehen – zuverlässig, pünktlich und unkompliziert!

Hier ein Überblick über die interessantesten Themen im ersten Heft:

Am Anfang stand das Intrac System 2000 von Deutz – am Ende die Erkenntnis der inzwischen auf dem Gebiet der Trac-Systemschlepper zu Kooperationspartnern gewordenen Unternehmen Daimler-Benz und Klöckner-Humboldt-Deutz, dass ein Trac-Schlepper nach dem zuletzt abgestimmten Konzept nicht zu marktgerechten Preisen zu verwirklichen war. Damit war der Schlusspunkt gesetzt unter die bei Deutz so hoffnungsvoll gestartet Entwicklung eines modernen Systemschleppers mit Kabine über dem Motor, großartiger Rundumsicht und drei vollwertigen Anbauräumen. In den beinahe 20 Jahren, die zwischen der ersten Vorstellung und der Vertragsauflösung lagen, erstreckt sich eine überaus interessanter Werdegang der Intracs, den Autor Gerald Sandrieser anhand zahlreichen Fotos und mit detailreicher Sachkenntnis aufbereitet hat. Und passend zu diesem Thema porträtieren wir auch noch mehrere Sammler der modernen Deutz-Schlepper. Das muss man einfach gelesen haben – in der Erstausgabe von TRAKTOR Spezial!

Apollo – das war eins der Zauberworte in den 1960er und 70er Jahren. Untrennbar war Apollo mit dem Raumfahrtprogramm der NASA verbunden, mit dem Astronauten Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat und erst vor wenigen Wochen verstorben ist. Kennern ist Apollo aber auch ein Begriff als mobile Halmfuttertrocknungsanlage des bekannten Herstellers Claas aus Harsewinkel. Techniker und Werbestrategen im Hause Claas hatten für die gigantische, aus mehreren mobilen Großkomponenten bestehende Anlage ganz bewusst den Namen Apollo gewählt, weil das Kernstück des Systems, ein 9 Tonnen schwerer, fast 12 Meter langer und an die 4 Meter hoher Lufttrockner, einer Rakete nicht unähnlich war. Im Gegensatz zum Mondfahrtprogramm der NASA wurde der Claas-Apollo aber kein Erfolg, denn der Energiehunger der Anlage war gewaltig und vertrug eigentlich nur minimale Heizölpreise – genau diese explodierten aber bekanntlich in den frühen 1970ern und machten alle Wirtschaftlichkeitsberechnungen zunichte. Kurz und gut: Dr. Klaus Hermann stellt das legendäre Claas-System in TRAKTOR Spezial vor und gibt einen anschaulichen Einblick in eine Technik, die einst keine Zukunft hatte, in der Kombination mit bislang ungenutzter Abwärme aus Biogasanlagen aber vielleicht bald wieder haben könnte.

Eine farbige Geschichte: Der Mann fährt gelb-grün, er arbeitet mit gelb-grün und er lebt für und mit gelb-grün. Wahrscheinlich denkt er auch in gelben und grünen Kategorien. Die Rede ist von Siegfried Brunkhorst, der ein ganz besonderes Faible für die Schlepper von John Deere hat. Dabei schreckt der gelernte Landmaschinentechniker aus der Nähe von Hamburg auch nicht vor mehr als 800 km langen Überführungsfahrten zurück, wenn er mal wieder den „Schlepper seines Herzens“ irgendwo in Süddeutschland gefunden hat. Und das alles geht natürlich nur, weil die „Frau seines Herzens“ inzwischen auch für gelb und grün ein eigenständiges Interesse entwickelt hat. Lesen Sie in der aktuellen TRAKTOR Spezial, wie sich Siegfried Brunkhorst und auch seine Lebensgefährtin das Gelb-Grün-Fieber zugezogen haben.

Einen MAN-Schiffsdiesel mit satten 650 PS, bis zu 8 Reifen aufgezogen, hin und wieder mit einem gewaltigen 12-Schar-Pflug unterwegs und beim Pulling stärker als ein Jaguar-Jagdpanzer. Das gibt’s nicht? Doch, das ist der Super-Schlüter Profi-Gigant, den der Streitberger Ludwig aus der Nähe von Ingolstadt sich selbst gebaut hat. Dabei war es nicht ganz einfach, einen großkalibrigen Schlüter-Schlepper als Grundlage für das jetzige Supermodell zu finden. Erst in Belgien wurde Streitberger, der sich nicht nur für die ganz Großen, sondern auch für die kleinen Modelle interessiert und sich den Beinamen „Bulldog-Kini“ redlich erarbeitet hat, schließlich fündig. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen – kein Wunder, wenn man schon von der Mutter als Kleinkind auf dem Trecker mitgenommen wurde und mit 6 Jahren das erste Mal selbst fahren durfte…

„Snoopy“ werden sie gerne genannt, die schweren 2+2-Knicklenker der International Harvester Company, kurz IHC. Dabei sind sie längst nicht so niedlich wie der berühmte kleine Beagle aus den Comics. Aber die Nase macht’s eben: Die haben die Modelle der 88er IHC-Serie und der liebenswerte Comic-Fiffi gemeinsam. Obwohl die 88er in den USA vielfach als Revolution auf dem Schleppermarkt betrachtet wurden, blieben sie in Deutschland beinahe völlig unbeachtet, denn zwischen Alter Welt und Neuer Welt liegt nicht nur der große Teich, sondern gewaltige Differenzen dahingehend, wie ein großer Schlepper mit einer Leistung von 140 PS und mehr gestaltet sein soll und was er können muss. Allrad-Schlepper mit klein bereifter, lenkbarer Vorderachse hier, Knicklenker mit gleichgroßer Bereifung auf beiden Achsen dort. Zapfwellen- und Hydraulikanschlüsse hier, reine Schleppfahrzeuge ohne Anbaumöglichkeiten dort – und so weiter und so fort. Bedarf gab es an solchen Schleppern auch in Europa, aber die schweren 2+2 von IHC konnten hier nie wirklich Fuß fassen. Woran das lag, hat Autor Etienne Gentil in seinem an technischen Details reichen Beitrag im neuem TRAKTOR Spezial genau nachvollzogen. Und dazu gibt’s dann auch gleich die überaus interessante Typengeschichte der Schlepper mit der dicken Nase – nicht verpassen!

Traktor-Pulling gehört zu den besonders spektakulären Veranstaltungen rund um Traktoren. Von Opas Eicher bis zum Hochleistungs-Boliden, speziell zum „pullen“ gebaut, kann hier alles, was genügend Kraft und Mut hat, zeigen was in ihm steckt. Unser Redakteur Alexander Bank hat sich die diesjährige Pulling-Veranstaltung in Sonsbeck am Niederrhein angeschaut und hat beeindruckende Bilder mitgebracht – ein besonderes Bonbon gerade für unsere jüngeren Leser.

Natürlich kommen auch die Freunde von Trecker-Modellen in TRAKTOR Spezial nicht zu kurz. In der ersten Ausgabe stellen wir Großtraktoren im Modell-Maßstab 1:32 vor, und zwar Modelle aus dem Bereich der Youngtimer. Da sind wirklich geile Exemplare zu sehen – und nicht nur das, man kann sie im Internet-Shop vom Verlag Klaus Rabe auch zur Ergänzung der eigenen Sammlung preiswert und einfach erstehen. Schauen Sie sich einfach mal um!

Wir können an dieser Stelle natürlich nicht auf alle Einzelheiten unserer neuen Zeitschrift eingehen. Sie enthält neben den vorgestellten Berichten jede Menge weitere Informationen und Meldungen, den Schlepper-Kleinanzeigenmarkt und vieles mehr.

Deshalb auf keinen Fall verpassen : Die erste Ausgabe erscheint am 21. September 2012. Das Heft ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich, am besten aber direkt über den Verlag Klaus Rabe zu beziehen.