Traktor Spezial 2 (2013 -1)

TRAKTOR Spezial, das neue Blatt für die Freunde der Schlepper-Youngtimer, erscheint zum 2. Mal. Erwartungsgemäß war der ersten Ausgabe, die natürlich immer noch in Verlag zu haben ist, ein voller Erfolg beschieden. Denken Sie deshalb daran, die Ausgabe 2 gleich bei Erscheinen zu besorgen. Erscheinungstag ist der 7. Dezember 2012 – im Zeitschriftenhandel oder gleich beim Verlag!

Das war mehr als beeindruckend: Zwischen 1976 und 1982 veranstaltete Mercedes-Benz regelmäßig sogenannte Feldtage mit den aktuellen Versionen von MBtrac und Unimog. Dabei wurden natürlich die Fähigkeiten der Produkte im Rahmen der Kundenwerbung im Einsatz vorgeführt. Schon lange trauerte Hartmut Diekmann diesen sehenswerten Veranstaltungen nach und griff in diesem Jahr kurzerhand zur Selbsthilfe: Er lud die Besitzer von MBtracs und Unimogs aller Schattierungen zu den aktuellen Feldtagen nach Nordhorn ein. Und als ob alle genau darauf gewartet hätten, setzte sich eine wahre Armada Richtung Emsland in Bewegung: Am Ende zählten die Organisatoren 103 MBtracs und 116 Unimogs, sehr viele davon mit Anhängern oder Anbaugeräten. Alle Bauarten waren zumindest einmal, zumeist mehrfach vertreten, viele seltene Varianten gab es zu sehen, und vor allem: Es wurde gearbeitet, denn es galt, riesige Feldflächen abzuernten und das Erntegut dann auch noch abzutransportieren. Für die Freunde der „Fahrzeuge mit dem Stern“ war das – ganz ohne Herstellerbeteiligung – ein Festtag, den wir in der jüngsten Ausgabe von „Trakor Spezial“ mit zahlreichen Abbildungen und verpackt in eine interessante Story noch einmal Revue passieren lassen. Seien Sie dabei – verpassen Sie die nächste Ausgabe nicht – es lohnt sich!

Unter den Schwergewichten von Fendt und John Deere führen die aus russischer Produktion stammenden Kirowetz-Schlepper nur ein Schattendasein. Hierzulande wurden sie vor allem durch die Modellreihe K 700 mit ihrer mächtige, auf beiden Achsen gleich großen Bereifung bekannt, denn im Anschluss an die vor rund 50 Jahren beginnende Fertigung kam der K 700 auch auf den großen Feldern in der DDR zum Einsatz. Unser Autor Jan Welkerling porträtiert in einem umfangreichen und reich bebilderten Bericht nicht nur die wechselvolle Geschichte des Herstellers, sondern auch die zahlreichen Modellvarianten, die in Deutschland zum Einsatz kamen. Ein Blick über den Tellerrand auf die Modellfülle insgesamt fehlt natürlich auch nicht – insgesamt also eine interessantes Firmen- und Modell-Porträt eines vielseitigen Herstellers, das darauf wartet, von allen Freunden schwerer Schlepper gelesen zu werden!

Blau, groß und stark – kompakter und treffender lassen sich die schweren Schlepper der Marke Ford kaum zusammenfassen. Unser Mitarbeiter Gerald Sandrieser hat sich auf den Weg nach Niederbayern gemacht und dort Landwirt und Ford-Freund Josef Huber jun. besucht, der einen bestens gepflegten, schweren TW-35 sein Eigen nennt. Ford liegt bei Familie Huber gewissermaßen im Blut, denn bereits Senior Josef Huber arbeitete mit Ford-Schleppern auf seinem Hof und gründete sogar einen Landtechnik-Betrieb mit Fordson-Verkauf und -Werkstatt. Seine Söhne Josef und Max erbten gewissermaßen die Leidenschaft für Ford: Josef übernahm den Hof mit den Ford-Schleppern, während Max bis heute den Landtechnikbetrieb leitet. Vom schweren TW-35, der nur ganze 2600 Betriebsstunden auf der Uhr hat, sind die Hubers auch heute noch begeistert. Das sieht man dem Schwergewicht in seinem optimalen Zustand auch an, denn an Wartung und Pflege hat es Huber nie fehlen lassen über all‘ die Jahre. Und auch heute wird der Blaue natürlich noch eingesetzt – allerdings nur noch für Ehrenrunden auf und um den heimatlichen Hof.

Sie stehen zwischen gestern und heute und sind gerade dabei, die Kurve zwischen Arbeitsgerät und Liebhaberstück zu nehmen: Die Rede ist von dem IHC-Modell 1455 XL und seinem CASE-Pendant, die sich in Youngtimer-Kreisen wachsender Beliebtheit erfreuen. In den 1970er Jahren war die Nachfrage in Westeuropa nach PS-starken Traktoren rasant gestiegen. Aber restriktive Regelungen bei der Zulassung bremsten die US-Schlepper seinerzeit aus. Die Folge waren notwendige Anpassungsarbeiten, die aber zu aufwändig und damit zu teuer waren, um konkurrenzfähig zu sein. Deshalb peilte Hersteller IHC bereits die 150-PS-Klasse und das mit 180 PS darüber liegende Segment mit neuen, an die westeuropäischen Erfordernisse angepassten Modellen an. Wie immer schildert Traktor-Spezialist Etienne Gentil kenntnisreich und detailliert diese Phase der Entwicklung und die technisch interessanten Spezifikationen des 14500 XL. Gewissermaßen als Zugabe steuert Redakteur Alexander Bank noch ein Kurzporträt des 1455 XL von Guido Nagel aus dem Münsterland bei, der ein schön restauriertes Exemplar sein Eigen nennt. Dass sollten Sie nicht versäumen – deshalb nicht vergessen, die neue Ausgabe der Traktor Spezial zu kaufen!

In der Welt der Schlepper gehört die Marke Kramer schon längst zur Geschichts-Abteilung. Auf dem Weg in die Geschichtsbücher startete das Überlinger Unternehmen Ende der 1960er Jahre einen vielversprechenden Versuch, mit neuen System-Schleppern, die durch vier gleich große Räder, Allradantrieb und drei Anbauräume auffielen, die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich zu ziehen. Besuchern der DLG-Messe 1970 in Köln wurde der sogenannte „Zwei-Wege-Trac“ erstmals vorgestellt. Allradantrieb, Allrad-Lenkung, Einsatz von Anbaugeräten im Zug- und Schub-Betrieb und die Anordnung von doppelten Instrumenten für Vor- und Rückwärtsfahrt in Verbindung mit einem Drehsitz und umsteckbarem Lenkrad sind nur einige der Finessen, mit denen Kramer damals punkten wollte. Wo die Stärken und Schwächen des modernen Zwei-Weg-Konzepts von Kramer lagen, beleuchtet unser Fachautor Gerald Sandrieser einmal mehr in diesem informativen Artikel, der jeden Freund moderner Schlepper interessieren dürfte. Und damit die Kramer-Geschichte auch einen konkreten Gegenwartsbezug bekommt, präsentieren wir noch zusätzlich die beiden Kramer 1014, die Leonhard Gräble aus Watterdingen im Schwäbischen sein Eigen nennt. Gräble hat nicht nur über diese beiden Schlepper einen direkten Draht zu Kramer, sondern Vater Gräble arbeitete einst im Werk Gutmadingen und verkaufte ab 1965 in Watterdingen Kramer-Produkte.

Die Freunde der Schlepper-Miniaturen kommen schließlich bei unserem großen Bericht über die 10. Modellmesse Traktorado in Husum auf ihre Kosten So viele unterschiedliche Maßstäbe, Typen, Dioramen und Ausstellungsstücke hat man wohl selten konzentriert in einer Halle gesehen. Vor allem auch die Modellbaufreunde aus dem benachbarten Dänemark zogen in Huseum viel Aufmerksamkeit auf sich. Für alle, die die Messe nicht selbst besuchen konnten, ist dieser Artikel ein Muss!

Vom heißesten Porsche Junior zwischen Cottbus und Kalifornien ist in einem weiteren lesenswerten Artikel die Rede. Heiß gemacht wurde aber weniger die Technik, als vielmehr die Optik: Jaguar-Felgen vorne, Lkw-Schluffen hinten, Kotflügel und Radhausverkleidungen, Scheinwerfer à la Harley Davidson, Gestühl vom Mountainbike, um nur einige der herausragenden Accessoires zu nennen. Beschreiben ist halt schwierig, diesen Porsche von Pkw- und Lkw-Farbstylist Markus Niedergesäß aus Cottbus muss man einfach gesehen haben. Wo? In der neuen Ausgabe der Traktor Spezial! Wo sonst…?

Selbstverständlich finden Sie auch in dieser 2. Ausgabe von Traktor Spezial wieder eine Fülle von Nachrichten, Veranstaltungshinweisen, gewerblichen und privaten Anzeigen. Immerhin ist der Winter die Jahreszeit, in der auch der Schlepper-Freund entweder mal Zeit zum Lesen und Stöbern oder für Arbeiten an aktuellen Restaurierungsobjekten findet. Wer also Ersatzteile sucht oder gar einen kompletten Schlepper zur Ergänzung der Sammlung, wird im Anzeigenteil bestimmt fündig. Deshalb nicht vergessen: Erscheinungstermin ist der 7. Dezember 2012.